Noch lange keine Lipizzaner

Stadtkino
Donnerstag, 2. Juli 2026 I 9.00 Uhr

Dokumentation | A 2025 | 92‘ | DF 

Olga Kosanović

„Noch lange keine Lipizzaner“ stellt eine ebenso persönliche wie politische Frage: Wer gehört dazu – und wer nicht? Ausgangspunkt ist die Erfahrung der Regisseurin Olga Kosanović, die trotz Geburt und Aufwachsen in Österreich bislang keine Staatsbürgerschaft erhalten hat. Ihr zweiter Versuch der Einbürgerung wird zum Ausgangspunkt einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung. 

Mit spielerischer Leichtigkeit und feinem Humor nähert sich der Film einem hochkomplexen Thema: dem österreichischen Staatsbürgerschaftssystem und seinen oft widersprüchlichen Regeln. Stimmen aus Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit – darunter Toxische Pommes, Judith Kohlenberger und Robert Menasse – erweitern die persönliche Perspektive um gesellschaftliche und politische Dimensionen. 

Zwischen absurden Hürden und alltäglichen Erfahrungen dekonstruiert der Film den Begriff des „Wir“ und legt offen, wie stark Zugehörigkeit von Zuschreibungen geprägt ist. „Noch lange keine Lipizzaner“ wird so zu einer klugen, anregenden Reflexion über nationale Identität – und darüber, wie sehr sie ein gesellschaftliches Konstrukt ist. 

„Noch lange keine Lipizzaner ist einer dieser seltenen Filme, von denen eins sich wünschen würde, dass jede*r ihn sieht, vor allem jene Menschen, die sich des Privilegs ihrer Staatsbürgerschaft nicht bewusst sind.“ – Filmlöwin 

Donnerstag, 2. Juli 2026, 9.00 Uhr, Stadtkino  

Im Anschluss an den Film diskutieren die Regisseurin sowie die Protagonistinnen Leila und Leily Offinassinga mit dem Publikum. 

Geeignet für alle Schüler:innen ab der 8. Schulstufe sowie für junge Erwachsene in Qualifizierungsmaßnahmen und in der Erwachsenenbildung. 

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