Ich verstehe Ihren Unmut 

Stadtkino
Donnerstag, 21. Mai 2026 I 20.00 Uhr

Drama | D 2026 | 93´ | DF

Kilian Armando Friedrich 

Heike (Sabine Thalau) ist Objektleiterin einer Reinigungsfirma. Sie vermittelt zwischen Kund*innen, Reinigungskräften und Firmenchefs. Der Versuch, den Mitarbeiter eines Subunternehmens abzuwerben, schlägt fehl. Daraufhin muss sie ihr eigenes Team – alle sind Migrant*innen oder ältere Menschen – reduzieren. Fällt eine Arbeitskraft aus, ist Heike gezwungen das selbst zu kompensieren. 

Der Film von Killian Armando Friedrich wirft Zuschauende in eine oft übersehene und gesellschaftlich stigmatisierte Welt. Putzen? Wer will sich dazu schon herablassen? Unangenehm nah klebt die Kamera an Menschen, deren Solidarität untereinander immer wieder systematisch ausgehebelt wird. Persönliches Miteinander hat hier nur so lange Platz, bis die Chefin hinschaut und zur Arbeit ermahnt. Nach der Schicht schnell ausstempeln. Man hilft einer Kollegin dabei. Ihr Deutsch ist nicht gut genug. Heike und eine Kollegin lassen Arbeitsmittel mitgehen. Auch sie muss gucken, wo sie bleibt. Niemand verdient hier genug. Wer streiken will für bessere Arbeitsbedingungen, lässt das Team im Stich. Solidarität ist ein rares Gut im Kapitalismus – vor allem im Niedriglohnsektor. 

„Ich verstehe Ihren Unmut“ zeichnet das Bild von Arbeiter*innen, die zwischen den erdrückenden Strukturen des Systems kaum die Kraft aufbringen können, sich selbst und anderen zu helfen. Ein Film, der zum Fühlen einlädt und einen erschöpft zurücklässt. (Dennis Yildiz, CINEMATE

„Ein nie abreißender Sog“ – Die Zeit 

In Kooperation mit Crossing Europe und Stadtkino Wien 

Filmgespräch mit Hauptdarstellerin Sabine Thalau 

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