Made in EU 

Admiralkino 
Dienstag, 19. Mai 2026 I 20.00

Drama | BG 2025 | 108´ | OmU 

Stephan Komandarev 

“Was sie uns über den Kommunismus erzählt haben, hat sich als komplette Lüge herausgestellt. Aber was sie uns über den Kapitalismus erzählt haben, ist absolut wahr.” 

2020. In einer bulgarischen Bergbaustadt näht die Textilfabrikarbeiterin Iva „Made in EU“-Etiketten in italienische Anzüge. Nachdem sie sich mit 39 Grad Fieber zur Arbeit schleppen muss und dort zusammenbricht, wird ihr Fall als die erste COVID-Infektion des Ortes öffentlich. Wie nun alle darum kämpfen, ihre Jobs zu behalten und wie Iva und ihr Sohn von dieser Gesellschaft als die Schuldigen behandelt werden, während die Todesfälle steigen, erzählt Regisseur Stephan Komandarev eindringlich und präzise. Still beobachtend und doch immer ganz nah an seinen Charakteren zeigt der Film, basierend auf wahren Begebenheiten, ein Individualschicksal in einer Welt, in der die eigene Schwester verraten wird, um die Firma zu retten. (Max Hamm, CINEMATE – Die Freie Filmzeitschrift) 

„Der Film fordert auf, sich mit wirtschaftlicher Ausbeutung und strukturellen Ungleichheiten auch innerhalb der Europäischen Union zu beschäftigen, sowie mit der eigenen Rolle darin.“  (Kinofenster.de) 

„Die ganze Zeit über bewahrt dieser erstaunliche Film trotz all der Ungerechtigkeiten und all des Leids, inmitten von Tod und menschlicher Schwäche, seine bescheidene Kinoschönheit. Nahezu jede, scheinbar aus dem Leben gegriffene Einstellung schimmert, umsichtig kadriert und arrangiert, in matten, verwaschenen, sorgsam aufeinander abgestimmten Farben wie ein altmeisterliches Ölgemälde.“ (Filmdienst) 

„Komandarev interessiert sich nicht für Hochglanznarrative eines geeinten Europas. Er interessiert sich für die Nahtstellen, für das, was ausfranst, wenn der Stoff zu gespannt wird. Am Ende bleibt kein Trost, aber Klarheit. Und vielleicht ist das mehr, als man von einem Film verlangen darf.“ (artechok) 

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