Die göttliche Ordnung

Stadtkino
Mittwoch, 20. Mai 2026 I 17.30 Uhr

Drama, Komödie | CH 2017 | 92´ | DF

Petra Volpe 

Freier Eintritt 

„Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung.“ 

Schweiz, 1971. In der Abgelegenheit eines dörflichen Idylls lebt Nora, Hausfrau und Mutter. Ihr Alltag geprägt von festen Rollenbildern und scheinbar unverrückbaren gesellschaftlichen Erwartungen. Unpolitisch und angepasst folgt ihr Leben klaren Strukturen, bis die bevorstehende Volksabstimmung über das Frauenwahlrecht diese Ordnung ins Wanken bringt. Während Stimmen laut werden, die den politischen Anspruch von Frauen als widernatürlich zurückweisen, beginnt Nora, das Selbstverständliche zu hinterfragen. Zögerlich, dann mit wachsender Entschlossenheit engagiert sie sich für Gleichberechtigung und stößt dabei auf Widerstände, die bis in ihr engstes Umfeld reichen.  

Petra Volpe verdichtet in „Die göttliche Ordnung“ den privaten Raum zu einem politischen Resonanzraum, zu einem Ort, an dem sich zwar gesellschaftliche Machtverhältnisse, tief verankerte patriarchale Strukturen und soziale Dynamiken reproduzieren und fortgeschreiben, zugleich allerdings auch infrage gestellt werden. Soweit, bis aus einem leisen Zweifel ein Bewusstsein erwächst, das in politische Selbstermächtigung und Widerstand übergeht. (Tessa Pittrof) 

„In der charmanten und warmherzigen Komödie Die göttliche Ordnung über den Kampf um Gleichberechtigung und die Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts treffen chauvinistische Vorurteile und echte Frauensolidarität aufeinander.“ (Filmcasino)

Einführung durch Veronika Helfert, Historikerin (Central European University) 

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